Meeting Madame Pele:
Modern Jazz zwischen poetischem Songwriting, World Music und Freiheit

Ein dynamischer Prozess. Ein Klangkosmos entsteht.
Erschaffen, verwerfen, zerstören, neu inspiriert werden, kreieren, hassen, lieben, weiterentwickeln, dranbleiben –
und sich vielleicht ganz neu erfinden.
Kontinuierliche Transformation ist die Kunst – nichts festzuhalten und sich dennoch treu zu sein.

Transforming the old, creating the new!
Besetzung:
Britta Rex – Vocals, Komposition
Barbara Jungfer – Gitarre
Clara Däubler – Bass
Eddie Filipp – Schlagzeug
Lindsay Lewis – Vocals
Melanie Germain – Vocals
Sandra Gantert – Vocals
Kontakt: Britta Rex Phone: +49 177 8342748 Mail: info@brittarex.de

Mitten in der Stille der Corona-Zeit entzündete sich ein lange gehegter Traum:
Die Sängerin und Komponistin Britta Rex brachte ihre Kompositionen mit einer hochkarätigen, überwiegend weiblich besetzten Band ins Studio. Möglich gemacht durch ein Stipendium des Landes Niedersachsen entstand 2022 ein musikalisches Projekt, das Kraft, Wandel und Tiefe atmet. Selbst als kurz vor den Aufnahmen alles ins Wanken geriet und die Schlagzeugerin ausfiel, fand sich eine neue Form – ein sensibler Perspektivwechsel, ganz im Geist von Madame Pele.
Der Name ist Programm. Pele, die hawaiianische Göttin der Vulkane, des Feuers und der Transformation, steht für schöpferische Zerstörung, für Neubeginn und radikale Lebendigkeit. 2018 spürte Britta Rex am Rand des Kīlauea-Vulkans auf Hawaii diesen heißen Atem der Erde – ein Moment, der sich tief in die Musik eingeschrieben hat.
Stilistisch bewegt sich die Musik zwischen modernem, melodischem Song-Jazz und weltmusikalischen Einflüssen – immer im Wechselspiel von Zartheit und eruptiver Energie. Poetische Texte verschmelzen mit seelenvollen Klanglandschaften, die mal fragil und nach innen gewandt, mal laut, wild und unaufhaltsam sind.
Das Live-Repertoire wird ergänzt durch ausgewählte Kompositionen von Künstlerinnen wie Björk, Abbey Lincoln, Dianne Reeves oder Joni Mitchell – starke Stimmen, die ihre ganz eigene Sprache gefunden haben.
Wie Pele selbst ist diese Musik „shape-shifting“: wandelbar, eigenwillig und leidenschaftlich.
Darin liegt ihre stille Kraft: inspirierend, ermutigend und haltgebend, komplex und zugleich zugänglich, vielschichtig und farbenreich – mit einem transformierenden Kern, der Resonanz und innere Weite entstehen lässt.

When anger’s creativity
The fear will turn to trust
Sadness to serenity
Interest where was disgust
Boredom will be ecstasy
Annoyance then acceptance
Be wild, be brave, be confident
And open up your senses!
(lyrics from: Open up your senses)

Namengeberin ist „Pele“, die Göttin des Feuers, der Vulkane und der Transformation aus der hawaiischen Mythologie.
Im Februar 2018 hatte ich am Rand des Kilauea-Kraters auf Big Island, Hawaii gestanden, dort, wo „Madame Pele“, wie sie auch liebevoll genannt wird, zu Hause ist und gespürt, dass es Zeit für Veränderung war.
Pele steht sowohl für Schöpfung wie auch Zerstörung und lässt uns leidenschaftlich diskutieren oder wutentbrannt streiten. Pele gibt Mut, den eigenen Willen durchzusetzen und mit Begeisterung ein kreatives, leidenschaftliches Leben zu leben.
Viele Legenden ranken sich um die feurige Pele, aber es heißt, dass man sie durch sanfte Gesänge beruhigen und mit ihr verhandeln kann.
„She who shapes the sacred land.“
Dieses Feuer, diese Wut und Leidenschaft und auch das Temperament kenne ich so gut – mal überschäumend vor Energie und mal ganz still.
Nicht gerade damenhaft. Aber was soll’s?! Das treibt mich an.



Intensive Studio-Session

Mein Name ist Britta Rex.
Ich bin Musikerin, die singt, schreibt und gerne improvisiert. Mit Vorliebe bewege ich mich außerhalb von Schubladen und abseits des Mainstreams.
Deshalb ist der Jazz in seiner Vielgestaltigkeit mein bevorzugtes Genre, das mir alle Freiheit gibt, den Kopf mit Seele und Herz zu verbinden und in den Erzählflow zu gehen.
Neben all den hilfreichen Skills, die ich zum Schreiben, Komponieren und Arrangieren in jahrelangen Studien gelernt habe, setze ich auf Kommunikation und die Ausgrabung der inneren Musikwelten, die jede*r in sich trägt.
Da liegen die Klänge und Geschichten, aus denen farbenreiche Musik wird, die Menschen emotional erreicht – bei aller Komplexität.
Musik, die inspiriert, anregt, einhüllt und umarmt und vielleicht die Welt für den Moment ein kleines bisschen besser macht.
Oft erkennt man erst in der Begegnung und im Austausch mit anderen die eigenen musikalischen Stärken und Möglichkeiten.
Die inspirierende Begegnung mit den Kolleg*innen war eine spannende gemeinsame Reise.
Das Ergebnis spiegeln diese Aufnahmen wider.



Video von einer Solo-Version des Songs „Time stands still“ mit Bildern aus Hawaii:
Gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen auf Beschluss des Niedersächsischen Landtages.


„Wenn die Sängerin und Poetin aus Braunschweig Jazz als totale individuelle Freiheit postuliert, steht sie damit sicher nicht allein auf weiten Jazz-Fluren.
Die intuitive Kühnheit, mit der sie dieses Postulat aber auslebt, sucht ihresgleichen.
Britta Rex weigert sich nicht nur strikt, vorgegebenen Mustern, Regeln oder Erwartungen zu genügen, sie legt auch von Song zu Song neue Fährten aus, um immer nur im jeweiligen Lied anzukommen und im nächsten Track wieder eine völlig neue Spur aufzunehmen.
Die Summe aus all diesen unterschiedlichen Stimmungen, Betrachtungen, Statements und Wegen ist Britta Rex.“
Dies waren die einleitenden Worte von Wolf Kampmann zum 2021 erschienenen Album „On Air On Water“. Lest hier den ganzen Text. Er ist sehr poetisch und beschreibt das Album, das letztes Jahr heraus kam, mit so schönen Worten.
An diese Arbeit knüpfe ich hier an.
